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Themen
dieser europäischen Tagung sind die praktische Organisation
und der rechtliche Rahmen von Fragen der sozialen und beruflichen
Reintegration von Strafgefangenen. Dazu zählt insbesondere
der Übergang von der Haft in die Zeit nach der Entlassung.
An
der Tagung werden Experten verschiedener Bereiche teilnehmen: Kriminologen
mit praktischer Erfahrung, Mitglieder verschiedener Verwaltungseinrichtungen,
JVA-Mitarbeiter mit entsprechendem Erfahrungshintergrund, Bewährungshelfer
und Mitarbeiter freier Träger.
Die
Fragen nach den angemessenen rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen
für die Reintegration Strafgefangener werden diskutiert. In
allen europäischen Staaten finden sich vergleichbare Problemstellungen:
die Situation der Strafanstalten, die Aufgabe der Reintegration
von Strafgefangenen, die Fragen der rechtlichen Rahmenbedingungen.
Deshalb wird ein systematischer Vergleich von Erfahrungen aus den
verschiedenen europäischen Ländern in diesem Arbeitskontext
angestrebt. Langfristig ist hierbei die Frage der europäischen
Rechtsangleichung für dieses Projekt zentral.
Die Tagung
wird organisiert von sechs Partnern aus vier verschiedenen Mitgliedsstaaten:
Fachhochschule
Potsdam / Deutschland; Bremer
Institut für Kriminalpolitik der Universität Bremen
(federführend) / Deutschland; Arbeitsgruppe
Kriminologischer Dienst NRW / Deutschland; Hanse
Law School Groningen / Niederlande; Prison
Community Links, York / UK; Institut
für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien / Österreich. Die Tagung erfolgt mit finanzieller Unterstützung
aus dem Grotius-II Programm der Europäischen Kommission. Die Schirmherrschaft hat Frau Brigitte Zypries,
Bundesministerin für Justiz, übernommen.
Die
Tagung basiert auf den Erfahrungen zweier früherer Konferenzen.
Die Aufgabe besteht darin, die Diskussion auszuweiten und zu intensivieren.
Die erste Konferenz behandelte die Problemstellungen auf lokaler
Ebene, die zweite auf nationaler Ebene unter Einbezug ausländischer
Beiträge. Die Ergebnisse beider Konferenzen machten sehr deutlich,
dass ein großer Bedarf an Austausch und Ideen besteht - sowohl
instituts- als auch länderübergreifend. Gegenwärtig
fehlt noch ein Forum durch das dieser Missstand behoben werden könnte.
Die beabsichtigte Tagung zielt darauf ab, einen entsprechenden Austauschprozess
zu fördern und zu beschleunigen.
In
der Hoffnung solcherart gemeinsame Strategien entwickeln zu können,
werden der Erfahrungsaustausch und die Diskussion praktischer Lösungsansätze
auf europäischer Ebene fortgeführt. Ein gemeinsamer Ansatz
zur Bewältigung der Probleme, eine bessere Kooperation und
Koordination im Bereich der Reintegration Straffälliger sollen
erarbeitet werden.

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