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Innovative Wege zur nachhaltigen Reintegration straffälliger Menschen
- Reformmodelle in den EU-Staaten -

Potsdam
9.und 10. Mai 2003
Ostdeutsche Sparkassenakademie

Themen dieser europäischen Tagung sind die praktische Organisation und der rechtliche Rahmen von Fragen der sozialen und beruflichen Reintegration von Strafgefangenen. Dazu zählt insbesondere der Übergang von der Haft in die Zeit nach der Entlassung.

An der Tagung werden Experten verschiedener Bereiche teilnehmen: Kriminologen mit praktischer Erfahrung, Mitglieder verschiedener Verwaltungseinrichtungen, JVA-Mitarbeiter mit entsprechendem Erfahrungshintergrund, Bewährungshelfer und Mitarbeiter freier Träger.

Die Fragen nach den angemessenen rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen für die Reintegration Strafgefangener werden diskutiert. In allen europäischen Staaten finden sich vergleichbare Problemstellungen: die Situation der Strafanstalten, die Aufgabe der Reintegration von Strafgefangenen, die Fragen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Deshalb wird ein systematischer Vergleich von Erfahrungen aus den verschiedenen europäischen Ländern in diesem Arbeitskontext angestrebt. Langfristig ist hierbei die Frage der europäischen Rechtsangleichung für dieses Projekt zentral.

Die Tagung wird organisiert von sechs Partnern aus vier verschiedenen Mitgliedsstaaten: Fachhochschule Potsdam / Deutschland; Bremer Institut für Kriminalpolitik der Universität Bremen (federführend) / Deutschland; Arbeitsgruppe Kriminologischer Dienst NRW / Deutschland; Hanse Law School Groningen / Niederlande; Prison Community Links, York / UK; Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien / Österreich. Die Tagung erfolgt mit finanzieller Unterstützung aus dem Grotius-II Programm der Europäischen Kommission. Die Schirmherrschaft hat Frau Brigitte Zypries, Bundesministerin für Justiz, übernommen.

Die Tagung basiert auf den Erfahrungen zweier früherer Konferenzen. Die Aufgabe besteht darin, die Diskussion auszuweiten und zu intensivieren. Die erste Konferenz behandelte die Problemstellungen auf lokaler Ebene, die zweite auf nationaler Ebene unter Einbezug ausländischer Beiträge. Die Ergebnisse beider Konferenzen machten sehr deutlich, dass ein großer Bedarf an Austausch und Ideen besteht - sowohl instituts- als auch länderübergreifend. Gegenwärtig fehlt noch ein Forum durch das dieser Missstand behoben werden könnte. Die beabsichtigte Tagung zielt darauf ab, einen entsprechenden Austauschprozess zu fördern und zu beschleunigen.

In der Hoffnung solcherart gemeinsame Strategien entwickeln zu können, werden der Erfahrungsaustausch und die Diskussion praktischer Lösungsansätze auf europäischer Ebene fortgeführt. Ein gemeinsamer Ansatz zur Bewältigung der Probleme, eine bessere Kooperation und Koordination im Bereich der Reintegration Straffälliger sollen erarbeitet werden.

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